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Jenseits der Quote – Die Piratenpartei und die Frauendebatte

Momentan ist die Tatsache, dass Frauen in der Piratenpartei relativ zu ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung unterrepräsentiert sind ein Thema, das auch parteiextern gern aufgenommen wird. Immerhin bietet sich hier die Möglichkeit, einerseits Klischees zu bestätigen und andererseits die junge Partei anzugreifen, ohne dass man sich auf die weit komplexere und zeitaufwändigere inhaltliche Debatte einlassen muss.

So wird also ein vermeintlicher Schwachpunkt medienträchtig vorgeführt, für den man glaubt, die offensichtliche Lösung zur Hand zu haben.

Falls sich die Autoren der entsprechenden Beiträge gefragt haben, warum sich ausgerechnet die progressiven und avantgardistischen Piraten gegen eine Frauenquote aussprechen, führte dies offensichtlich zu nicht mehr als einer kurzen Irritation: Zumindest bislang konnte noch keine Frau in der Piratenpartei gefunden werden, die zu diesem Thema befragt worden, bzw. deren Antworten dann auch in den Artikel eingegangen wäre. Der schnelle plakative Journalismus bevorzugt kurze Aussagen und geringe Recherche. Insofern sagen die Texte mehr über den Zustand der Medien als über Frauen in der Piratenpartei aus.

Tatsächlich lässt sich der geringe Frauenanteil in der Piratenpartei (wobei Parteien generell bei der Mobilisierung von Frauen Probleme haben und bei den Grünen auch 30 Jahre Frauenquote herzlich wenig daran ändern konnte) auch als ein Symptom für ein noch viel grundsätzlicheres Problem betrachten: Die erschreckend homogene Zusammensetzung der Gruppe der politisch Aktiven. Entsprechend muss die Frage nicht lauten: „Wie kann man die aktive Teilhabe von Frauen an politischen Prozessen fördern?“ sondern vielmehr „Wie kann man generell unterrepräsentierte Gruppen verstärkt bei der aktiven Teilnahme in der politischen Interessenvertretung unterstützen?“

Die Piratenpartei hat sich als Ziel die echte und aktive Beteiligung aller Bürger am politischen Prozess auf die Fahnen geschrieben. Dazu müssen Hemmschwellen erkannt und weitgehend abgebaut werden. Die Fokussierung ausschließlich auf den Frauenanteil führt dabei zu Fehlschlüssen und verkennt das tieferliegende, viel grundsätzlichere gesellschaftspolitische Problem: Partei-Politik wird aktuell maßgeblich von Männern des bürgerlichen Mittelstands gestaltet. (In der Gesamtpolitik spielt inzwischen die Einflussnahme durch Lobbyisten eine so große Rolle, dass die tatsächlichen Machtstrukturen inzwischen weitgehend intransparent geworden sind.)

Zurück zur Quote – und dem offensichtlichen Beispiel, der Frauenquote:

Von ihr hat man sich langfristige Effekte erhofft, die in dieser Form nicht eingetreten sind: Die gleichberechtigte Beteiligung der Frauen innerhalb der Grünen ist noch immer nicht selbstverständlich. Nach wie vor werden Quoten verwendet, damit Frauen in Diskussionen und bei der Ämtervergabe nicht benachteiligt werden. Die Frage muss erlaubt sein: Wird hier schlicht mit dem falschen Mittel gearbeitet?

Was kann eine Quotierung leisten?

– Akute massive Hindernisse und Blockaden können damit wirksam aufgebrochen werden (Stichwort „gläsernde Decke“)
– Gruppen können damit zur zivilisierten Zusammenarbeit gezwungen werden, die sich sonst als geschlossene Front präsentieren würden („Boysclub“ vs. „quotierte Redelisten und Mandats/Ämterbesetzung)

Was kann eine Quotierung nicht leisten?

– Die Zahl der tatsächlich Aktiven wird allein durch eine Quotierung nicht nachhaltig und deutlich gesteigert. (Eine Hoffnung war, dass sich durch die Quote mehr Frauen politisch engagieren und qualifizieren. Ein Blick auf das ewig gleiche grüne “Frontpersonal” zeigt, dass sich hier viel zu wenig bewegt. Würde die Quote heute abgeschafft, würde sich die weibliche Beteiligung wohl auf einem Niveau, nicht unähnlich dem der Piratenpartei einpendeln.)

– Tiefgreifende strukturelle Veränderungen werden nicht durch eine Quotierung erreicht. Vielmehr hat die Quotierung, die eigentlich als schlagkräftiger Notbehelf zu betrachten ist, eine Eigendynamik entwickelt: Es wird nicht besseres und qualifizierteres Personal erzeugt, sondern das ohnehin vorhandene wird nur anders verteilt. Hinzu kommen aber auch noch unerwünschte Nebeneffekte – auch aufgrund der zahlenmäßigen geringen Auswahl: “Wenn nur eine Frau antritt, ist sie auf jeden Fall schon gewählt”.

Wenn die Quote also kein geeignetes Mittel für Mobilisierung und „Empowerment“ ist, wie kann man dann Leuten, die bisher nicht aktiv an der Politik teilgenommen haben, Hindernisse aus dem Weg räumen? Auch wenn bei den folgenden Vorschlägen Frauen als Beispiel genommen werden, betrifft dies alle unterrepräsentierten Gruppen: Arbeiter, Bürger mit geringerem Bildungsabschluss, Migranten, Schüchterne, besonders Junge oder Alte, Alleinerziehende, Arbeitslose, Kranke etc.

Ansatzpunkte für eine effektive Öffnung politischer Strukturen:

– Mit den Leuten reden, statt über sie: “Niemand tut etwas ohne Grund” und es gibt vielfältige Gründe, kein Amt oder Mandat anzustreben (oder auch nur Kontakt beim nächstgelegen politischen Treffen zu suchen). Ziel muss sein, diese Hindernisse zu erkennen und sie weitgehend zu beseitigen, statt sie kleinzureden oder wegzudiskutieren bzw. mit z.B. einer Quote auszublenden.

– Empowerment: Viel zu oft hören Menschen „Du kannst das doch gar nicht.“, „Lass das mal die machen, die davon eine Ahnung haben.“ (Übrigens eine Argumentationslinie, die auch gegen die Piratenpartei als Ganzes zum Einsatz kommt.) Auch innerhalb der Parteien muss das Credo gelten: „Du kannst das lernen.“

– Neueinsteiger tatsächlich integrieren und fördern: Es genügt nicht, formell keine Einstiegshürden zu haben (“Wir sind so basisdemokratisch, da kann es erst gar keine Diskriminierung geben.” / “Jeder kann mitmachen, also wollen die doch gar nicht (ernsthaft) mitarbeiten.“) Für die Piratenpartei bietet sich hier ein Blick auf die Debatten um den geringen Frauenanteil in der FLOSS-Community an, wo das Problem spätestens seit 2009 zumindest wahrgenommen wird. Hier gibt es bereits Erklärungsansätze und was viel wichtiger ist, auch Projekte, in denen ausgehend von diesen Thesen Änderungen vorgenommen und der “Neuaktivenanteil” (und damit auch der Frauenanteil) massiv gesteigert wurde. Als Einstieg hier die OSCON-Keynote von Skud http://infotrope.net/2009/07/25/standing-out-in-the-crowd-my-oscon-keynote/ (als Text und Video imNetz vorhanden. Von hier aus finden sich auch Links zu Beiträgen zum Thema “nicht wahrgenommene Diskriminierung/Sexismus bei IT-Kongressen”.)

– Soziale Umgangsformen pflegen, die anfänger- und fehlertoleranter sind. Dies gehört zwar unter “Empowerment”, ist aber so wichtig, dass dies nochmal betont werden muss: RTFM ist ein absolutes No-Go! Lernprozesse müssen gefördert, begleitet und vorangetrieben werden.

– Abschaffung von „Katzentischen“, an denen die Neuzugänge oder Leute mit unpopulären Skills Platz zu nehmen haben. Gern benutzt bei IT-Projekten: Doku, bei Frauen in der Politik: Bildung, Gesundheit, Soziales, Verwaltung, Gleichstellungsfragen. Wenn Neuzugänge sich qualifizieren möchten, dann bitte über schrittweise, frühe Einbindung ins Hauptprojekt (vgl. oben zitierte KeyNote). Btw: nicht alle Neuen sind auch Anfänger.

– Insider- und Herrschaftswissen abbauen: Das funktioniert nur, wenn ein Bewusstsein für solches Herrschaftswissen besteht. Bei den Piraten ist dies – aller Transparenz zum Trotz – das Wissen um Abläufe, Formalia, Ansprechpartner, verwendete Kommunikationsstrukturen (Vernetzung, Treffpunkte, Tools).

– Sozialkompetenz / Teamdenken: Abweisende und abschreckende Situationen sind oft das Ergebnis mangelnder Sozialkompetenz. „Wir reden nun mal so“ ist genauso wenig akzeptabel wie umgekehrt die Forderung “Nun haben alle auf Politische Korrektheit zu achten”. Alle Piraten spielen fürs selbe Team, entsprechend müssen sich auch alle aufs Teamplay einstellen.

– Finanzielle und physische Fragen der Teilhabe: Hier haben die Piraten teilweise Vorbildfunktion. Es gibt Streams von Veranstaltungen und Sitzungen, viel wird über asynchrone Kommunikation und dezentrale Parteiarbeit via Mumble, Pads und Liste bearbeitet. Gleichzeitig gibt es aber auch handfeste Probleme: Solange das Stimmrecht und damit die demokratische Vertretung allein auf die physische Anwesenheit auf einem Parteitag gekoppelt ist, verliert der nichtmobile / verhinderte Pirat 100% seiner Partizipationsmöglichkeit. Dieses Problem muss noch viel stärker als bisher angegangen und gelöst, statt kleingeredet und zum Privatproblem erklärt werden.

– Raus aus der Opferrolle: Auch dies muss deutlich gesagt werden: Politik funktioniert nicht, wenn man den (virtuellen) Mund nicht aufmacht, um Meinungen, Anträge und Positionen zu vertreten. Viele der Hemmschwellen sind abbaubar – s.o. “Ich kann das lernen” – oder mit Training wenigstens soweit reduzierbar, dass man sich an die Kontaktaufnahme mit einer extrovertierteren Person heranwagt. Wesentlich ist aber bei all den Trainings und Lernmöglichkeiten, dass diese nicht nur Personen zur Verfügung gestellt werden, die bereits öffentlich auftreten („Lass das die machen, die davon eine Ahnung haben.“), sondern dass entsprechende Lern- und damit auch „Aufstiegsmöglichkeiten“ allen Interessierten angeboten werden.

Kurz zusammengefasst:
Die Piraten setzen sich aktiv für aktive, demokratische Gestaltungsmöglichkeiten Aller, unabhängig von Rasse, Geschlecht, Bildungsgrad, Gesundheitszustand, Alter, sozialem Status, Mobilität usw. ein.

Und wieder grüßt die Genderdebatte

Allmählich verstärkt sich der Eindruck, dass die Debatte nicht nur zum schnellen Klick-Generieren (Genderdebatte bei Piraten = automatische Steigerung der Zugriffszahlen auf die entsprechende Website) verwendet wird, sondern auch weil das endlich mal wieder ein Thema ist, bei dem Alle, aber auch wirklich Alle mitreden können:

Irgendwie ist man ja betroffen, daher muss man sich auch nicht wirklich ins Thema einarbeiten, jeder hat eine Meinung dazu, also kann man auch endlich mal was sagen und öffentlich wichtig sein.

Tatsächlich wurden seit September 09 (als ich diesen Blogeintrag schrieb: https://caevye.wordpress.com/2009/09/05/die-madchen-in-der-jungenecke-%E2%80%93-frauen-und-die-piratenpartei/) überproportional viele Frauen in Landesvorstände gewählt.

Das Gender/Frauenproblem der Piraten lässt sich damit begründen, dass dem Schlagwort “Postgender” nach wie vor wenig Inhalte folgten, um die Idee auch weniger am Thema Interessierten plausibel, und vor allem auch als Position haltbar zu machen.

Die positive Beschreibung von Positionen fehlt bekanntermaßen nicht nur an dieser Stelle. Insofern erfährt das Thema zu Zeit eine überproportionale Aufmerksamkeit, die vielen Parteimitgliedern (Männern und Frauen) auf den Wecker geht.

Zur Ausforumlierung von positiven Definitionen von Freiheitsrechten, -ansprüchen und auch den zugrundeliegenden Werten braucht es aber auch Zeit. Gerade die Grünen sollten sich daran erinnern, dass demokratische Prozesse Zeit brauchen und nicht immer schön anzusehen sind.

Die Piratenpartei ist nicht nur dabei, die Übertragbarkeit ihrer Kernthemen aus ihrer ursprünglichen Nische Internet auf die moderne Gesellschaft als Ganzes herauszuarbeiten (Transparenz, Bürgerrechte, Interessensausgleich, Demokratie etc.) – es gilt auch mehr Bürger über die Existenz und die Inhalte der Partei zu informieren.

Die Absenkung von Zugangsschwellen (“Mitmachpartei” beschränkt sich aktuell weitgehend auf internetaffine Personen oder Orte mit vorhandenen Stammtischen), die Einbindung von Senioren, Alleinerziehenden, jungen Familien etc. ins Alltagsgeschäft, die verständliche Darstellung von komplexen Themen wie ACTA, JMStV, Pläne der EU-Kommission – all dies sind Themen, die auch die weiblichen Parteimitglieder beschäftigen, die sich im Gegenzug eben nicht eine Genderdebatte aufdrängen lassen wollen, deren Grundthese (“Männer und Frauen sind grundsätzlich verschieden, wobei Frauen systematisch benachteiligt sind”) sie in dieser Simplizität nicht unbedingt teilen.

Im Umkehrschluss heißt das aber nicht, dass die Frauen in der Partei die Benachteiligung von Frauen nicht sehen oder gar leugnen wollen – vielmehr lässt sich mit einer veränderten Fragestellung (“Wie erreichen wir eine größtmögliche Fairnis gegenüber jedem Individuum”) die in der Genderfrage polarisierte Problematik in einem weit grundsätzlicheren Gesamtkontext angehen.

Die Kritik, dass im Bundesvorstand der Piraten keine Frau ist, greift daher zu kurz. Für diese Posten stellte sich im Vorfeld nunmal keine Kandidatin zur Wahl. Allein eine Spontankandidatur für den 2. Vorsitz kam in letzter Minute hinzu.

Ein vielleicht nicht unwichtiger Aspekt: Im Gegensatz zu anderen Parteien ist der Vorstandsposten der Piratenpartei kein Machtinstrument – und soll es auch nicht werden. Der Frauenanteil in der Partei ist überschaubar, und in den Ländern findet der Großteil der aktuell brennenden grundsätzlichen inhaltlichen Arbeit statt.

Hinzu kommt, dass der Vorstandsposten einen enormen Zeitaufwand mit sich bringt, und sich das – zumal als ehrenamtliche Arbeit – sowohl bei Frauen als auch bei Männern nicht immer mit den Lebensentwürfen und Lebensumständen vereinbaren lässt.

Angesichts der Wiederwahl von Jens Seipenbusch kann außerdem vermutet werden, dass die Mehrheit der Parteimitglieder einen eher integrierend-besonnenen Vorstand wünschen und (hier spielt wohl auch die Erfahrung mit Aaron König hinein) lautstarke PR und vorschnelle Positionierungen möglichst vermieden werden sollen.

Die einzige weibliche Kandidatin Lena Simon – de facto die Personifizierung der Genderdebatte – hat mit ihrer angeblichen Spontankandidatur fünf Minuten vor der Wahl tatsächlich erst einmal alle Vorurteile sie betreffend bestätigt: Sie hält sich nicht an Regeln (angesicht ihrer bisherigen Aktivitäten halte ich sie durchaus für machtbewusst und selbstdarstellerisch mit einem Hang zur medialen Inszenierung. Ich unterstelle ihr daher, dass sie durchaus im Vorfeld über eine Kandidatur nachgedacht, und sich bewusst gegen eine Vorstellung auf der Kandidatenliste entschieden hat).

Ein erklärtes Ziel ist, ihre Idee von Frauenpolitik zu pushen (“ich kandidiere, weil keine Frau kandidiert”, was man der Liste durchaus im Vorfeld des BPTs entnehmen konnte). Sie erklärte, dass sie als “Gegenpart zu Jens Seipenbusch” in den Vorstand will – also nicht integrierend, sondern polarisierend arbeiten möchte.

Ich bin daher erleichtert, dass keine Quote die Piraten zur Wahl von Lena in ein potentiell publicityträchtiges Amt zwingen könnnte.

Schon jetzt ist wieder der gleiche Effekt wie nach ihren letzten Auftritten zu beobachten: der Name Lena Simon ist in die Presse, die Anliegen der Frauen und die Partei als Ganzes bringt die Debatte aber keinen Meter voran. Lena Simon als Vorstandsmitglied in Talkshows bedeutete die reale Gefahr, dass in der Öffentlichkeit zu Themen (ich meine hier nicht unbedingt die Genderdebatte) pointiert Stellung bezogen wird, zu denen die Parteibasis noch gar keine klare Position gefunden hat.

Genau dieser Art von vorbreschenden lauten Politikern hat die Mehrheit der Piraten aber  den Kampf angesagt.

Hinweis auf zwei Beiträge zur Genderdebatte

Als Blogeintrag ist ein De-Facto Link nicht eben der Brüller, aber ich spare mir gern unnötige Sucherei:

a) Lena Rohrbachs Beitrag zur von Lena Simon gestarteten Piratinnendebatte.

(Verstanden? Es sind zwei verschiedene Lenas. Es steht aktuell auch 3x auf der Blogseite, aber es kommen noch immer Kommentare, die es offensichtlich weder bemerkt, noch den Text verstanden haben.)

Kurzfassung:

Lena Simon = Piratinnen und Piraten; Gender-Mainstreaming, Lena Rohrbach = Piraten; Queer-Theory/Post-Gender

http://aggregat7.ath.cx/2010/03/10/zum-genderthema-in-der-piratenpartei

b) Eine Doku von ARTE über Judith Butler

Judith Butler ist eine Literaturwissenschaftlerin, die  u. a. zu “Queer Theory” und “Gender Theory” schreibt. Ihr bekanntestes Buch ist von 1990 und trägt den Titel “Gender Trouble” (dt: “Das Unbehagen der Geschlechter”)

Wikipedia-Eintrag: http://de.wikipedia.org/wiki/Judith_Butler

Unter dem Cut sind die Clips der ARTE-Doku verlinkt, wie sie zur Zeit bei Youtube zu finden sind:

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You’re wondering what’s it with German Pirates and Gender on Twitter?

I’m such a dork. I just told @skud on Twitter that I’d blog about the Pirate Party’s latest gender trouble in English on DW. I forgot that I’m keeping my journal there under lock and key and a different nick.

Of course this is a “public” topic and thus it goes here. Actually it has already been here since last summer, but not in English.

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Die Mädchen in der Jungenecke – Frauen und die Piratenpartei

Die Mädchen in der Jungenecke

Er hat sich schon fast als Floskel etabliert, der Hinweis, dass die Piratenpartei eine Partei junger Männer um die 20 ist. Tatsächlich ist der Frauenanteil in der Partei recht überschaubar, was aber auch keine Überraschung ist.

IT und Politik sind Themen, die traditionell keinen hohen Frauenanteil haben. Das ist schade, kann und sollte sich auch dringend ändern, aber die Wurzeln der Partei sind damit in einer doppelten „Jungenecke“. Es gibt keinen Grund, dass sich die Partei für ihre männlichen Gründungsmitglieder entschuldigen müsste – die Männerdominanz ergibt sich zunächst aus der Entstehungsgeschichte der Partei, ganz ohne Weltverschwörung oder böse, frauenfeindliche Abgrenzung.

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Women on the Internet

In the last few months I’ve seen more and more discussions about gender in “mainstream” internet places.

I write “mainstream” as my home turf in cyberspace has always been dominated by women.  To the extent that unless you deliberately point out that you’re male, everyone will assume you’re female or transgender. (When I found people discussing interesting things on usenet in the very early 90s, I assumed they were gay males. It took some of them talking about pregnancy induced sickness and posting ultrasound pictures of their womb for me to finally get it).

Sure, I’ve had my experiences with male-dominated parts of the net as well. Especially of the Linux-kind. Let’s just say eventually I found it less frustrating to live with the bugs I couldn’t fix on my own.

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