„Die Weisheit zu erkennen, was ich ändern kann und was nicht.“

„Die Weisheit zu erkennen, was ich ändern kann und was nicht.“

Die Piraten tun sich nicht leicht, mit ihrem Wachstumsschub klarzukommen: Da sind eine Menge heerer Ansprüche und innovativer Ideen, zahllose Gesetze, die das politische Tagesgeschäft auf allen Ebenen regeln. Hinzu kommt ein kommentarfreudiges Publikum, das von den eigenen Leuten über enttäuschte Sympathisanten bis hin zum politischen Gegner reicht.

Dass inzwischen etliche gerade der aktivsten Parteimitglieder nicht glücklich sind, liegt nicht zuletzt am Jetlag. Natürlich ist die Partei nicht mal eben im Flugzeug durch die Zeitzonen gerast, aber für die Aktivisten, deren politisches (und teilweise privates) Leben im Internet stattfindet, sind die Abläufe in der Tagespolitik jenseits des Netzes von oftmals kaum erträglicher Langsamkeit und Informationsarmut gezeichnet.

Ernüchternd stellt man fest, dass die Ideen und Konzepte, mit denen man im Sommer 2009 die Massen begeistert und politisch bewegt hat, in der Tagespolitik nicht auf begeisterte Aufnahme stoßen.

Nun sind Piraten durchaus anpassungsfähig, finden Lösungen – dennoch: die Spielregeln der „alten“ Politik und Medien sind nunmal das erklärte Feindbild. Entsprechend schwer tut man sich damit, gemäß diesen Spielregeln spielen zu müssen – zumal erfahrenere Spieler diese (wie zum Beispiel in Aachen, wo der Vetreter im Stadtrat um seine ihm zustehenden Arbeitsmittel kämpfen muss) gezielt missbrauchen oder zu ihrem eigenen Vorteil auslegen.

Ein besonders leidiges Thema sind die klassischen Medien. Erfreut nimmt man Berichte über Landesparteitage und Demonstrationen zur Kenntnis, aber fast nie findet sich hier ein Pirat, der dezidiert Stellung zu einem aktuellen Thema bezieht und sich – und in Weiterleitung damit die Partei – als kompetent für dieses Thema darstellen kann.

Dieser „Fehler“ ist allerdings tatsächlich beabsichtigt. Die Piratenideologie sagt, dass jedes Parteimitglied gleichberechtigt sein soll, und dass auch der Vorstand keine Themen vorzugeben hat.

Die Medienmaschine kümmert sich darum herzlich wenig. Wer keine Sprecher hat, die klare und möglichst umstrittene Positionen (davon finden sich im Parteiprogramm einige) vertreten, findet in den Talkshows und Gesprächsrunden nicht statt.

Viel schlimmer: Da die Medienmaschine von Zeit zu Zeit über die Piraten berichteten will, werden mehr oder weniger wahllos greifbare „Repräsentanten“ als Zitatgeber und (selten) als Talkshowgäste eingesetzt. Das Ergebnis ist meist unschön bis katastrophal.

Ob Andi Popp Dirk Hillbrecht sich durch eine Talkrunde fachsimpelt oder Christopher Lauer sein Gespräch mit Journalisten relativieren möchte [1]: Medienkompetenz fehlt hier. Massiv. Es ist völlig unwichtig, wie medienkompetent man in den neuen Medien sein mag, solange die Politik und die Massenmeinung de facto in den alten Medien stattfindet muss auch hier Kompetenz vorhanden sein.

Ob es den Piraten passt oder nicht: Wenn die Piraten in den primären Informationsquellen der breiten Masse nicht stattfinden und man gleichzeitig noch nicht flächendeckend in der Lokalpolitik angekommen ist, dann hat man ein Problem.

Realpolitik findet heute statt. Neue Mitspieler können die Spielregeln nicht bestimmen – nicht für den Stadtrat, nicht im Land und auch nicht in den Medien.

Man kann sich beleidigt in eine Schmollecke zurückziehen und feststellen, dass die Dinge nicht so sein sollten, wie sie sind, aber damit beschneidet man sich selbst den ohnehin überschaubaren und dringend benötigten Handlungsspielraum.

In den „alten Medien“ haben die Piraten ein massives Kompetenzdefizit. Das lässt sich nicht ändern, solange die Piratenideologie keine „Sprecher“ mit Wiedererkennungswert zulässt.

Es geht dabei nicht darum, die von den Medien gewünschten Klischees zu bedienen und die Sprechblasen- oder Krawalltalkshows abzugrasen. Aber es ist höchste Zeit, den Blick vom Monitor weg, hinaus in die Büros, zu den Vereinen, Stammtischen und auch Seniorentreffs zu wenden: Überall dort wird Meinung gemacht und kommuniziert. Aber auf andere Weise als der aktive Kern der Piraten es bislang gewohnt ist.

Die Politik der Zukunft fällt nicht vom Himmel. Sie fängt in der Politik der Gegenwart an – und deren Spielregeln lassen sich nicht von der Zuschauertribüne aus ändern.

[1] http://schmidtlepp.tumblr.com/post/1115065920/achtungserfolggate

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20 thoughts on “„Die Weisheit zu erkennen, was ich ändern kann und was nicht.“

  1. Auch wenn ich dir durchaus zustimmen kann, was unsere Defizite mit der “Holzpresse” angeht… wann war ich in einer Talkrunde? 😀

    1. Warst das nicht du? Mit Scholz … 2009 – sorry. Ich schaue nach, wer es war und korrigiere es. (Muss jetzt dringend weg – aber es wird korrigiert.)

  2. Während mir der Inhalt hier stimmig erscheint, halte ich es für absolut und desaströs kontraproduktiv, einen gemachten Fehler dadurch noch richtig hoffähig zu machen, indem man laut in die Welt hinausbrüllt, wie schlimm dieser Fehler doch war und daß alles den katastrophalen Zuständen in der Partei geschuldet sei.

    Diejenigen, die wissen wollen, wie die Gründe und Probleme wirklich aussehen, können das dank unserer transparenten Politik über unsere Mailinglisten und Twitter eh rausbekommen und das ganze im originalen Kontext aufnehmen mit allen etwaigen Gegenargumenten.

    Durch mehrere Postings dieser Art ist der Effekt jedoch der Eindruck auf Außenstehende, daß die Piraten hier wohl unglaubliche Defizite hätten, die man kaum mehr in den Griff bekommen könne. Vor allem die Holzpresse ist von den anderen Parteien gewohnt, daß Aussagen über die eigene Partei weichgespült sind, das heißt, die multiplizieren noch einen Realitätsfaktor dazu.

    Damit sieht’s denn in meinen Augen so aus, daß – obwohl Du vielleicht Recht haben magst – Du hiermit genau den gleichen Fehler gemacht hast, wie der, den Du anprangerst. Das war hier wohl eher ein Bärendienst und ein PR Unfall. Ob der ins Gewicht fällt oder nicht, hängt von Deinen Zugriffszahlen und der Art Deiner Besucher ab, das kann ich von außen also nicht beurteilen.

    Doch egal wie viel Gewicht Deine Worte haben: Dein Blog hier ist wie all unsere Blogs die Außenwirkung der Piraten. Und Piraten bewegt man von innen und schädigt sie von außen.

    Ich hoffe, die Kritik wird konstruktiv aufgenommen und nicht persönlich.

    Piratige Grüße,
    Sleeksorrow

    1. Nein, den Schuh des “Nestbeschmutzers” möchte ich mir nicht anziehen.

      Dass die komplette Innenkommunikation veröffentlicht wird, ist ja Teil der Piratenideologie. Genauer: Wer innerhalb der Partei fordert, dass Themen und Thesenpapiere ausgearbeitet werden, ehe sie diskutiert werden, sieht sich direkt dem Vorwurf der Intransparenz ausgesetzt.

      Tatsache ist: Wir *haben* keine “internen” Foren, wo wir Probleme systematisch analysieren und Strategien erarbeiten können. Entsprechend müssen die Piraten also die Reaktionen auf die Veröffentlichungen aushalten, und zugeben, dass einige der ständig und laut wiederholten Ansprüche “unbeschränkte Transparenz”, “Basisdemokratie”, “unmoderiert” etc. möglicherweise nicht von allen Mitgliedern als Ideal gesehen werden. (Ich lese aus deiner Kritik heraus, dass du den Anspruch kompletter Transparenz gern differenzierter sehen würdest.)

      Ich bin sehr gespannt, ob sich in der Folge von Kassel (openmind #om10) eine Wertedebatte ergeben wird. Noch gespannter bin ich allerdings darauf, wo diese überhaupt stattfinden kann: Bei RL Treffen, an denen wieder nur die “Zeit/Geld-Elite” teilnehmen kann? Auf offenen Listen und Foren, wo jeder Zaungast wahlweise sein Lieblingsthema oder Beleidigungen dazwischenbrüllen kann? Auf Parteitagen (weil wir da alle zuviel Zeit verfügbar haben)?

      Piraten neigen dazu, sich selbst für kompetenter zu halten als sie sind. Das ist auch bei Politikern anderer Parteien nicht anders, aber erstens wollen wir uns absetzen und zweitens müssen wir uns das Vertrauen der Wähler hart erarbeiten.

      Auch deine Reaktion zeigt, wie schwierig es ist, notwendige Arbeitsfelder innerhalb der Partei auch nur zu benennen. Piraten haben nur Stärken, können keine Schwächen zugeben: Mit dieser Haltung kommen wir nicht weit. Schwächen zu benennen und an ihnen zu arbeiten ist genau das, was wir von den Altparteien fordern. Es ist wichtig, dass wir auch nach innen diesem Anspruch gerecht werden wollen.

      1. Tja, die Arbeitsfelder wurden innerhalb der Partei schon benannt und an den Schwächen wird gearbeitet. Das siehst Du nicht, wenn Du sofort nach außen gewendet kommunizierst.

        Daß Du Dich selbst Netzbeschmutzer nennst, anstatt Dir Gedanken darüber zu machen, was Du mit einem Artikel wie diesem erreichen wolltest und was Du realistischerweise damit erreichen wirst, finde ich sehr schade.

        Den Schuh, daß ich Dich angeblich Netzbeschmutzer genannt haben soll, zieh wiederum ich mir nicht an. Genauso wenig, wie ich Lauer einen solchen nenne, nenne ich Dich so. Ich habe Dir nur einen Blick von einer anderen Position ermöglicht, nämlich den unserer Wähler, unserer Gegner und der Journalisten, und wie das, was Du schreibst wohl auf sie wirken wird. Es ist an Dir, ob Du diesen Gedanken zuläßt, oder nicht.

      2. Sorry, aber “irgendwer arbeitet daran” ist genauso wie “das steht im Wiki” keine ernstzunehmende Antwort.

        Variante 1: Es wird tatsächlich daran gearbeitet, aber es wird weder kommuniziert von wem noch wann oder wo. Wow! Willkommen bei den Altparteien. Wir haben unsere Kritik eben selbst ad absurdum geführt.

        (Damit wir uns richtig verstehen: Ich halte kleinere Gruppen, die Thesen ausarbeiten für durchaus sinnvoll. Allerdings unter der Prämisse, dass ihre Existenz bekannt und die Teilnahme bzw. das Reinschnuppern prinzipiell möglich ist.)

        Variante 2: Die Themen sind nach wie vor (weitgehend) unbearbeitet. Wie stellt du dir vor, dass sich auch nur Leute finden, die sich damit beschäftigen bzw. bereit sind, dazu Thesen zu erstellen? Wenn schon die Benennung von Problemfeldern ein Problem ist, haben wir weit mehr Schwierigkeiten als die Außenwirkung auf Dritte.

        Ich wage zu behaupten, dass die Analysen von Schwächen und Stärken und pragmatische Arbeitsweisen zur Beseitigung der Schwächen bei den Piraten nicht sonderlich weit fortgeschritten sind.

        Sollten sie es doch sein, so würde ich mich freuen, und die Partei kann gleichzeitig ihre Transparenz-Gurus in die Wüste schicken.

        Allein – mir fehlt der Glaube an hocheffektive, im Verborgenen arbeitende Task-Forces, die nur darauf warten, das All-Einigende-Piratencredo zu verkünden.

        Plausibler scheint mir die die Variante der WYSIWYG-Piraten. Die wiederum scheinen sich mehr mit Detail- und Satzungsfragen als mit grundsätzlichen Wertfragen oder Ausrichtungen zu beschäftigen. Solange wir aber weder kommunizierbares Menschen- noch noch Gesellschaftsbild vor Augen haben, dürfen wir uns nicht wundern, wenn wir Schwierigkeiten haben, unsere Ziele zu vermitteln.

        Wenn du die Frage nach der Außenwirkung (Bist du in einem der Bundesländer, wo gerade der Wahlkampf losgeht? Ich hatte nicht den Eindruck, dass andere Länder sich zurückhielten, als wir in NRW Wahlkampf hatten.) derart in den Mittelpunkt stellt, musst du dir leider auch die Frage gefallen lassen, wie weit es dann noch zum “die Debatte ist medial unerwünscht” der SPD ist.

        Wenn die Piraten eine politische Alternative darstellen wollen, müssen ihre Ziele und Ideen verständlich mitteilen.

        Um das zu erreichen, müssen viele Piraten an vielen Stellen sehr viel Arbeit leisen.

        Dazu gehören das Vertiefen von Fachkenntnissen genauso wie das Ausbauen von rhetorischen Fähigkeiten und politischen Netzwerken, wie das Zusammenarbeiten mit NGOs und den anderen Piratenparteien weltweit.

        Das geht nicht, wenn man von einem Wahlkampftermin zum nächsten hetzt (NRW hat es nun erstmal geschafft), daher ist es wichtig, die Zeit zwischen den Terminen effektiv zu nutzen.

    2. Typisch. Anstatt sich inhaltlich mit Kritik zu beschäftigen und daran zu arbeiten, Probleme abzustellen, wird mehr und mehr auch bei den Piraten derjenige, der es wagt, offen Kritik zu äußern, gebrandmarkt und für das Problem verantwortlich gemacht. Damit verschleiert man nicht nur die wahren Ursachen, sondern verhindert auch wirkungsvoll eine konstruktive Beschäftigung mit dem kritisierten Problem. Auf diese Weise wird auf Dauer nur nichts besser, sondern man verhindert auch früher oder später, daß es überhaupt noch jemand wagt, konstruktive Kritik zu äußern. Derartige Zustände ist man eigentlich eher von den sogenannten “etablierten” Parteien gewohnt. Ich hätte nicht gedacht, daß die Piraten schon so weit etabliert sind…

      1. Tja, wie gesagt, ich war wohl nicht in der Lage, meine Meinung so auszudrücken, wie ich es wollte. Das was Du da sagst, ist weder meine Meinung, noch meine Intention und es ist das diametrale Gegenteil von meiner Überzeugung. Aber so wie Du schreibst, werd ich Dir das an dieser Stelle nicht verdeutlichen können, ohne diese Kommentarfunktion noch weiter zu missbrauchen, als es eh schon passiert ist.

  3. Ich befürchte wirklich, daß Du meine Intention komplett falsch verstanden hast, leider scheine ich es nicht zu schaffen, meine Intention klar zu machen. Ich kann nur nochmal zusammenfassen: Ich glaube, Du hast Recht, und ich denke es ist dringend nötig, das zu diskutieren und wir diskutieren das bereits und das ist absolut transparent weil es in einer Piraten-ML geschieht und ich finde das gut so und finde Blog Artikel zu eigenen Fehlern nur an die falsche Adresse gerichtet. Ich kann hier also nur noch bitten, die Intention dieser Aussagen so konstruktiv wie möglich zu sehen, auch wenn ich es anscheinend nicht klar machen kann.

  4. Wer keine Sprecher hat, die klare und möglichst umstrittene Positionen (davon finden sich im Parteiprogramm einige) vertreten, findet in den Talkshows und Gesprächsrunden nicht statt.

    Das liegt nicht an der Struktur, sondern an der mangelnden Relevanz (siehe Wahlergebnisse, siehe Differenziertheit der Programme). Und vielleicht an den fehlen Köpfen. Die Medien wollen ja keine Parteisprecher, sondern Personen. Die Struktur verstärkt das “Problem” nur.

    Man sollte sich wirklich klarmachen, dass es für die Piratenpartei Deutschland nie wieder so einfach sein wird, in die Öffentlichkeit zu kommen, wie im Bundestagswahlsommer 2009.

  5. Ein guter Artikel, der es auf den Punkt bringt, aber leider auch keinen echten Lösungsweg anbietet. Und der Begriff “Medienkompetenz” ist in Zeiten von #JMStV und einer bestimmten “Enquete-Kommission des Bundestags etwas unglücklich gewählt ;-).

    Während des NRW-Wahlkampfs habe ich bei Podiumsdiskussionen mehrfach erlebt, wie wichtig Kompetenz und ein damit oft verbundenes sicheres Auftreten ist. Glücklicherweise wurde ich selbst nur zu Themen angebohrt, die zum Grundsatzprogramm der Piraten gehören und in denen ich mich aufgrund meiner beruflichen Erfahrung sattelfest fühlte.

    Ich möchte jetzt nicht zum x-ten Mal das NRW-Wahlprogramm zerreissen, aber leider sehe ich in den Wochen nach Einführung des bundesweiten #lqfb den gleichen Effekt wie zu der Zeit während der Ausarbeitung unseres Wahlprogramms. Es gibt mittlerweile Hunderte Initiativen, und allein die Fülle schreckt ab, sich durch den Wust der Themen zu wühlen.

    Statt sich auf Bereiche zu konzentrieren, die wir (möglicherweise) beherrschen und mit denen wir in der Öffentlichkeit am ehesten in Verbindung gebracht werden könnten, verzetteln wir uns wieder.
    #JMStV #OOD10 #ACTA #INDECT #ePerso #Gesundheitskarte #Urheberrechtsnovellen und die “Metathemen” Datenschutz, Transparenz und bessere Möglichkeiten zur Bürgerbeteiligung in der Politik, dass allein wäre schon ausreichend, um die letzten Aktiven der Piraten, die sich nicht in internen Strukturdiskussionen zerfleischen, über Jahre hinweg zu beschäftigen.

    Wir erleben halt gerade die Nachteile von gelebter Transparenz und Basisdemokratie kombiniert mit einem unglaublichen Wachstum im Jahr 2009. Wenn sich Vorstände eher als reines Verwaltungsorgan denn als politische Führung verstehen (was ja von velen Piraten auch ausdrücklich gewünscht ist), wird es noch eine Weile dauern, bis das schlingernde Schiff wieder auf Kurs ist.

    So doof und reaktionär wie es jetzt vielleicht klingen mag: uns fehlt Führung! Oder ein straffes Korsett mit Regeln bezüglich der Entwicklung unserer politischen Themen. Oder – was wahrscheinlich wesentlich besser wäre – Selbstreflektion, der Wille zur Fortbildung und ein starkes Bedürfnis nach konstruktiven und effektiven Diskussionen. Vielleicht ist auch eine Kombination aus alle dem ein Lösungsansatz.

    Ciao

    acepoint

  6. Finde den Artikel auch äußerst gelungen und kann dir in der Sache nur zustimmen. Den Balanceakt zu finden sowohl neue Elemente in die Demokratie zu bringen (direkte Bürgerbeteiligung zu der Ausgestaltung unserer Themen, in vollendeter Form Liquid Democracy), als auch die Spielregeln der jetzigen politischen Verhältnisse anzunehmen und anzuwenden, wird die spannende Frage in der Zukunft sein. Das Ganze erinnert mich ein wenig an die Flügelkämpfe der “Fundis” und der “Realos” der Grünen Anfang der 80er Jahre, welche bekanntlich die Realos gewannen. Ich hoffe, dass dies bei den Piraten auch der Fall sein wird und wir nicht den Weg einschlagen eine ewige Protest- Oppositions- Ideologie-Partei zu sein.

  7. Ich kann’s mir nich verkneifen in dem Kontext einmal Werbung zu machen, es ist nämlich nicht so dass die Memetik im Letzten Jahrzehnt geschlafen hätte.

    Wer also wissen will wie man den Memraum analysiert, navigiert und schlussendlich auch verändert, der füge sich das hier zu Gemüte (geschrieben von den Entwicklern von Viralem Marketing, die nicht mit mir identisch sind):

    http://artofmemetics.com/

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